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Trauerbewältigung

Trauerbewältigung

Vielen Hinterbliebenen fällt es sehr schwer Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen, den Verlust zu begreifen, vor allem aber zu verarbeiten. Diese Aufgabe ist besonders leidvoll, wenn der Tod unerwartet eintritt. Ein plötzlicher Todesfall ist für Menschen meist sehr schwer zu akzeptieren, denn Abschied nehmen benötigt Zeit. Oft kommen die näheren Angehörigen erst nach der Beisetzung zur Ruhe, denn zuvor haben Sie viel mit der Planung und den Formalitäten der Bestattung zu tun. Erst dann können Sie meistens realisieren, dass ein Mensch gegangen ist. Die Tage und Monate nach der Beisetzung sind häufig am schwersten, denn die emotionale Verarbeitung benötigt viel Zeit und ist sehr belastend. Trauer kann oft so überwältigen, dass Menschen nicht alleine damit umgehen können. Deshalb ist es empfehlenswert sich beim Abschied nehmen Hilfe zu suchen, denn die Unterstützung anderer hat eine heilende Wirkung. Wenden Sie sich an Freunde und Verwandte, suchen Sie das Gespräch und öffnen Sie sich. Auch wenn dies zunächst schwerfällt, werden Sie schnell merken , wie Sie von Gespräch zu Gespräch freier werden. Diese Gemeinschaft lindert das entstandene Gefühl von Leere und Einsamkeit und hilft den Verlust besser zu verarbeiten. Hat ein Trauernder es nach Monaten nicht geschafft den Tod zu akzeptieren und sich dem Leben zuzuwenden, sollte man sich dann um professionelle Hilfe bemühen. Trauerarbeit mit Psychologen, Trauerbegleitern oder auch Selbsthilfegruppen fördert das allmähliche Loslassen des Verstorbenen. Die Beteiligten der Selbsthilfegruppen helfen sich meist gegenseitig, denn die Betroffenen teilen oft ähnliche Erfahrungen.

 

Der Weg der Trauer wird in vier verschiedene Phasen unterteilt:

Anfangs wollen die Angehörigen den Tod nicht wahrhaben, können Ihn nicht akzeptieren. Darauf folgt die wohl schwierigste emotionalste Phase, in der der Schmerz besonders groß ist. Hier treten häufig Gefühlsschwankungen auf, diese reichen über Depressionen, Zorn und Aggressionen bis hin zur Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit. Ist dies überwunden folgt die dritte Phase, in der der Verstorbene in Erinnerungen gesucht wird. Meist beginnt hier der langsame Anfang einer Neuorientierung. Dann gibt es wieder einen Hoffnungsschimmer: Letztendlich wird der Verlust des geliebten Menschen akzeptiert und neue Perspektiven öffnen sich. Die Hinterbliebenen bekommen mit der Zeit neue Lebensfreunde und können positiv in die Zukunft blicken, denn der Verstorbenen lebt in Ihren Herzen weiter.