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Rechtliche Vorgaben

Tierurnen:

Tierurnen dürfen zuhause aufbewahrt oder im eigenen Garten aufgestellt oder bestattet werden.

Humanurnen:

In Deutschland, Österreich, Italien und der Slowakei gibt es bisher die Bestattungspflicht (auch Friedhofspflicht oder Friedhofszwang genannt). Das Bestattungsrecht in Deutschland ist jedoch eine Angelegenheit der Bundesländer – die Regelungen werden individuell in den Bundesländern entschieden. In den meisten Bundesländern ist eine private Verstreuung der Asche oder das Aufbewahren der Urne zuhause nicht gestattet. In Bremen wurde der Friedhofszwang am 01.01.2015 – mit einigen Einschränkungen – abgeschafft. In anderen deutschen Bundesländern, wie Sachsen-Anhalt, wird indes gerade in der Landespolitik der Friedhofszwang neu diskutiert.

In vielen anderen Ländern sind die gesetzlichen Regelungen lockerer. In Frankreich kann die Urne beispielsweise im Garten, in den Niederlanden sogar zuhause aufbewahrt werden. Die Schweiz hat annähernd unbegrenzte Möglichkeiten – von der Ascheverstreuung über die Aufbewahrung der Urne zuhause bis zur Beisetzung der Urne an vielfältigen Orten. Auch Slowenien, Spanien, Portugal, Dänemark und Tschechien sind in ihrem Bestattungsgesetz weniger strikt. In Griechenland und auf Malta sind Feuerbestattungen jedoch noch nicht zulässig. Die Asche eines im Ausland eingeäscherten Verstorbenen muss hier auf einem Friedhof beigesetzt werden.

Für manche Beisetzungsarten von Urnen müssen bestimmte gesetzliche Vorgaben für das Urnenmaterial berücksichtigt werden. Welche Anforderungen an die Urnen gestellt werden, sehen Sie unter Urnenmaterialien.